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Vorhaben

An der Andreas Schule soll ab kommendem Schuljahr eine Offene Ganztagsschule errichtet werden. Die Westfälische Rundschau berichtete:

25.02.2005 / LOKALAUSGABE / MESCHEDE


Velmede. (fr) Die Zeit drängt, aber trotzdem soll es für einen Start zum neuen Schuljahr reichen: Der Bestwiger Schulauschuss gab jetzt grünes Licht für die Einrichtung einer Offenen Ganztagsgrundschule in Velmede.

Bis zum Spätsommer sollen die Räume in einer Etage der Andreas-Schule für das Betreuungsangebot umgebaut werden. Und es handele sich lediglich um ein Betreuungsangebot, betonte Bürgermeister Christof Sommer. Ihn erreichten zurzeit zahlreiche Elternanfragen, die sich besorgt erkundigten, ob denn ihr Kind im Unterricht noch mitkomme, wenn es nicht die Ganztagsgrundschule besucht. Sommer stellte klar, dass es sich um ein freiwiliges Angebot zur Betreuung handele - nicht um schulische Ausbildung.

Und die Nachfrage ist groß: Rund 80 Eltern haben gemeindeweit mittlerweile Interesse signalisiert, ihr Kind für die Ganztagsgrundschule anzumelden. Die Erfahrung mit anderen Betreuungsangeboten zeige aber, dass die tatsächliche Zahl dann deutlich niedriger ist. "Die Kalkulationen gehen von 50 Kindern aus", berichtete Ausschussvorsitzender Holger Köster (CDU).

Für sie sollen zwei Gruppenräume entstehen, die der Ausschuss nun unter die Lupe nahm. Dazu kommen Büroraum, Toiletten sowie eine Küche, so Rektor Elmar Schulte: "Es ist eine Menge, was getan werden muss." Bauamt-Mitarbeiter Hubertus Kreis stellte jedoch klar, dass zumindest die Gruppenräume zum neuen Schuljahr fertig sind: "Der Betrieb kann laufen." Kosten soll das Projekt: insgesamt 270 000 Euro - davon kommen 230 000 Euro von Bund und Land.

35 bis 40 Euro pro Monat - plus Essen

Doch auch die Eltern müssen in die Tasche greifen, wenn ihr Kind die Ganztagsgrundschule besuchen soll. "35 bis 40 Euro für die Betreuung" soll es monatlich kosten, so Holger Köster; dazu kommen noch einmal zwei bis drei Euro täglich für das Essen. Toni Franken, Leiter der Hauptschule, machte darauf aufmerksam, dass Eltern auswärtiger Kinder zusätzlich noch für die Beförderung aufkommen müssten.

Wer indes die Betreuung übernimmt, ist noch völlig offen. Es gebe Gespräche mit dem Förderverein der Andreasschule, so Bürgermeister Christof Sommer. Sollten diese nicht zum Erfolg führen, wolle man mit anderen möglichen Trägern sprechen.

Es spreche aber alles für den Förderverein, meint Sommer - allein schon deshalb, weil er bei bei der "Verlässlichen Schule von acht bis 13 Uhr" die Regie führe. Sommer: "Es wäre Unsinn, zwei Angebote mit verschiedenen Trägern unter einem Dach zu haben."